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  • Lena

Über die Entstehung der Brieftauben

Die Brieftauben sind Ende März entstanden, als Reaktion auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19. Die Besuchsverbote und damit verbundenen Einschränkungen der sozialen Kontakte von Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen haben mich traurig und nachdenklich gestimmt. Deshalb habe ich Einrichtungen aus der Region Stuttgart angeschrieben, um herauszufinden, ob mein Gefühl stimmt. Und es wurde bestätigt. Einsamkeit und das Gefühl des Vergessen werdens haben sich in den Alltag der Einrichtungen geschlichen. Die Pfleger*innen gaben und geben ihr Bestes, um die Situation so gut wie möglich abzufangen, doch Pflegeschlüssel und die notwendigen Hygienemaßnahmen machen ihnen diese Aufgabe nicht leicht.

Was also konnte ich tun, um diesen Menschen eine Freude zu bereiten? Die Idee mit den Briefen erschien am praktikabelsten. Und auch die Einrichtungen sind hierauf gut angesprungen, denn WhatsApp oder Email schränken die potentiellen Empfänger ein.


Der erste Schritt war getan, nun mussten natürlich auch Freiwillige her, die Lust haben Briefe zu schreiben. An Menschen, die sie nicht kennen und deren Situation sie nicht einschätzen können. Ich war mir kurz unsicher, ob sich jemand meldet, aber es haben sich so viele von euch gemeldet! Das war also auch geschafft.



Die nächste Hürde war die Logistik. Da hatte ich zu Beginn nicht so richtig drüber nachgedacht. Aber die Briefe mussten gesammelt, verarbeitet und weitergeschickt werden. Ein Postfach war hierfür die Lösung. Toll, dass es solche Angebote gibt und man so einfach eins einrichten kann.



Die wichtigsten Grundlagen waren also gelegt und seit jetzt etwas mehr als vier Wochen können Briefe gesendet werden. Und die ersten Antworten sind auch schon angekommen. :)

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